Diese kurze Pause habe ich nicht eingelegt, um nachzudenken, sondern weil ich über das Osterwochenende verreist war. In Bonn fand die HobbitCon (eine Convention zum Film Der Hobbit) statt, und ich als Tolkienverehrer und begeisterter Fan der nach seinen Büchern gedrehten Filme musste da natürlich dabei sein.
Tolkien ist einer der Schriftsteller, die mich inspirieren. Wenn ich seine Werke lese, fühle ich mich angetrieben, noch mehr Mühe und Sorgfalt auf mein eigenes Werk zu verwenden. Seine wunderbare Sprache, sein Einfallsreichtum und seine Detailbesessenheit beim Ausmalen der von ihm erfundenen Welt, seine herrlichen Figuren, all das bewundere ich. Ich wünschte, ich könnte so schreiben. Und manchmal frage ich mich, ob er wohl auch über bestimmte Stellen seiner Romane so lange gegrübelt hat, wie ich derzeit über die erste Begegnung meines Protagonisten mit den Antagonisten nachdenke.
Ich komme einfach nicht weiter. Die Beschreibung dieser ersten Begegnung, die das Leben meines Helden verändert und es in völlig andere Bahnen lenkt, sollte Spannung und Erwartung heraufbeschwören. Der Leser sollte deutlich spüren, dass etwas Besonderes vor sich geht, dass hier Schicksalhaftes geschieht. Aber das tut es nicht, und ich weiß noch nicht, wie ich es anders darstellen kann.
Doch ich bin zuversichtlich. Nach diesem inspirierenden Wochenende bringt mich so leicht nichts vom Wege ab. Die Devise heißt weiterkämpfen, nicht aufgeben. Es wird schon. Ganz bestimmt.
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