Montag, 25. März 2013

Beschreibungen

Ich brüte gerade darüber, wie ich einen Menschen so beschreiben kann, dass die Eigenschaften, die ich ihm zuordne, etwas bedeuten, dass sie etwas über die Person aussagen. Es ist leicht zu sagen, jemand sei groß, schlank, klein, dick, blond- oder schwarzhaarig/-häutig. Aber daraus eine Beschreibung zu machen, die mich die Person vor meinem inneren Auge wirklich sehen läßt oder die mir etwas über ihren Charakter verrät, das ist eine Kunst. Und mehr als das: es ist eine Notwendigkeit, wenn man ein gutes literartisches Werk abliefern will.
Ich bearbeite gerade die Szene, in der mein Protagonist zum ersten Mal auf die beiden Antagonisten trifft. Die Situation sieht  für ihn gefährlich aus. Er will ein Verbrechen melden, und die beiden Antagonisten wollen das verhindern, bedrohen ihn mit einer Waffe und können entkommen.
Trotz der feindseligen Ausgangssituation ist mein Held zutiefst beeindruckt von seinen Widersachern und bleibt verwirrt und aufgewühlt zurück. Für diesen emotionalen Aufruhr benötige ich eine Begründung. Mein Held, ebenso wie der Leser, kennt die beiden Feinde nicht, weiß nichts von ihrem Leben, ihrer Vergangenheit oder ihrem Charakter und kann sie nur nach ihrem Aussehen und Auftreten beurteilen. Das muss daher so beschrieben werden, dass der Leser nachvollziehen kann, warum der Held so beeindruckt ist. Es muss glaubhaft wirken. Eine Schema-F-Beschreibung reicht da nicht.
Wie also beschreibe ich einen Mann, der groß und schlank ist, lange schwarze Haare und goldfarbene Haut hat, und eine Frau mit knabenhaftem Körper auf eine Weise, die Eindruck hinterläßt?
Nein, ich weiß noch keine Antwort. Ich grübele noch. Habe ein paar Ideen.
Wo bleibt der kreative Schub, wenn man ihn braucht? Hach! 

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