Nach "nur" einem halben Jahr Pause habe ich mich aufraffen können, an meinem Blog weiter zu schreiben.
Zwischen dem letzten Eintrag und heute liegen der Besuch einer lieben Freundin aus Deutschland, die RingCon in Bonn, zu der wir jedes Jahr reisen, unser vierwöchiger Urlaub in Neuseeland samt Vorbereitung und der Besuch lieber Verwandter. In dieser Zeit hatte das Blogschreiben keine Priorität, weil ich meine knapp bemessene Zeit lieber auf die Überarbeitung meines Romanes verwenden wollte. In Neuseeland konnte und wollte ich nicht schreiben, da hatte ich andere Dinge vor.
Ab Mitte Januar hätte ich dann wieder Zeit gehabt, aber da war die Luft raus. Ich mochte weder an meinem Blog noch meinem Roman arbeiten. Vielleicht lag es am Jetlag.
Im Februar begann ich wieder mit dem Überarbeiten des Romans, aber leider war inzwischen auch der Schreibrausch verflogen. Es fiel mir anfangs schwer, mich wieder in meine erfundene Welt hineinzufinden, und auch das Schreiben an sich war mühsam. Manchmal brauchte ich einen ganzen Vormittag für einen einzigen Satz. Es schien, als hätte die Muse mich verlassen. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben und mich täglich für mindestens vier Stunden an den Computer gesetzt, ob ich nun etwas zustande brachte oder nicht. Diese Disziplin hat sich ausgezahlt, denn langsam beginnt der kreative Strom wieder zu fließen.
Ich habe mir vorgenommen, auch an meinem Blog regelmäßig zu arbeiten. Eine Freundin aus den USA, ebenfalls Schriftstellerin und Blogschreiberin, hat einmal geschrieben, sie benutze ihren Blog, um Disziplin zu lernen. Aber er erfüllt für sie weitere Zwecke. In ihrem letzten Eintrag schrieb sie: "First, it gets my name
out into the world. It associates my name with writing. I am building a
network of people who 'know' my name and therefore, might be considered
as purchasers of my books. I learn things about myself and my writing as
I share with you, my readers. As my readership expands, I'll be able to
use it on my cover letter stating that I have been writing furiously
for the last ten years and have a readership to provie it. Lastly, I'm
building friendships."
Und das scheinen mir doch gute Gründe zu sein, einen Blog zu haben. Darum werde ich an dieser Stelle wieder regelmäßig über die Freuden und Leiden der Schriftstellerei schreiben, stolz von meinen Fortschritten berichten, niedergeschlagen meine Unfähigkeit beweinen und vielleicht eines Tages auch darüber, wie sich mein Buch verkauft.
Drückt mir die Daumen, wer immer dies liest.
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