Nichts ist beständiger als der Wandel, hat einmal ein weiser Mensch gesagt. Ich habe leider vergessen, wer das war, aber er könnte ein Schriftsteller gewesen sein.
Gestern noch fühlte ich mich sicher in dem, was ich geschrieben hatte, fand es gelungen, spannend etc. etc. Und heute las ich, nach einer Urlaubswoche in Deutschland, mein scheinbar gelungenes erstes Kapitel noch einmal und dachte: was für ein Schrott. Sicher, ich bin nach wie vor zufrieden damit, und ja, es ist gelungen, spannend etc. etc., aber so beginnt nicht die Geschichte, die ich erzählen will.
Selbstzweifel scheinen zum Schreibgeschäft dazu zu gehören, und möglicherweise sind sie auch ein fruchtbares Feld, auf dem am Ende die schönsten literarischen Blumen blühen, aber sie sind selten erfreulich. Mich jedenfalls bringen sie oft an den Rand des Aufgebens, weil ich nicht nur die Qualität meines Geschriebenen anzweifele, sondern meistens auch mein Talent, meine Qualifikation als Schreiber, meine Fähigkeit, die Geschichten in meinem Kopf auf höherem als nur Schulaufsatz-Niveau in Worte zu fassen. Kann ich überhaupt schreiben? Ich meine so, dass es auch jemand lesen möchte?
Ich hoffe, dass der Wandel wirklich so beständig ist, dass ich morgen wieder zu meinem Geschriebenen sagen kann: hey, du bist klasse!
Freitag, 29. Juni 2012
Samstag, 16. Juni 2012
Satzfindung
Noch immer muss ich mir jeden einzelnen Satz meines neuen ersten Kapitels schwer erkämpfen, Wort für Wort und mit unzähligen Änderungen.
Als ich den Roman zum ersten Mal niedergeschrieben habe, etwa 1995/96,da ging alles noch ganz schnell. Ich brauchte nur ein paar Wochen für das komplette Buch. Und wie stolz ich war! Aber die Zeit und die Lektüre vieler mehr oder weniger guter Schreibratgeber hat mich gelehrt, dass die eigentliche Arbeit erst anfängt, nachdem man die allererste Fassung geschrieben hat. Die Überarbeitung ist viel wichtiger als der erste Entwurf, denn man stellt alles, was man geschrieben hat, auf den Prüfstand (sollte man jedenfalls, wenn man ein guter Schriftsteller werden will), die Charaktere, die Handlung und den Stil. Dank der Kritik meiner Probeleser, vor allem meiner Schwester und meiner Schreibfreundin konnte ich Mängel beheben, Fehler ausmerzen, Charaktere glaubwürdiger gestalten oder Handlungsstränge straffen bzw. spannender machen. Ohne diese beiden wäre mein Roman nicht so gut, wie er jetzt ist (obwohl er immer noch reichlich verbesserungsbedürftig ist und noch vieler Arbeit und Anstrengung bedarf, ehe ich ihn auf die Öffentlichkeit loslassen kann). Danke, meine Musen.
Trotz aller Schwierigkeiten bin ich guter Dinge, denn wenigstens bringe ich die Disziplin auf, mich jeden Vormittag an den Computer zu setzen und zu schreiben, selbst wenn ich in einer Sitzung nur einen Satz zustande bringe. Ich bin sehr zufrieden mit mir!
Als ich den Roman zum ersten Mal niedergeschrieben habe, etwa 1995/96,da ging alles noch ganz schnell. Ich brauchte nur ein paar Wochen für das komplette Buch. Und wie stolz ich war! Aber die Zeit und die Lektüre vieler mehr oder weniger guter Schreibratgeber hat mich gelehrt, dass die eigentliche Arbeit erst anfängt, nachdem man die allererste Fassung geschrieben hat. Die Überarbeitung ist viel wichtiger als der erste Entwurf, denn man stellt alles, was man geschrieben hat, auf den Prüfstand (sollte man jedenfalls, wenn man ein guter Schriftsteller werden will), die Charaktere, die Handlung und den Stil. Dank der Kritik meiner Probeleser, vor allem meiner Schwester und meiner Schreibfreundin konnte ich Mängel beheben, Fehler ausmerzen, Charaktere glaubwürdiger gestalten oder Handlungsstränge straffen bzw. spannender machen. Ohne diese beiden wäre mein Roman nicht so gut, wie er jetzt ist (obwohl er immer noch reichlich verbesserungsbedürftig ist und noch vieler Arbeit und Anstrengung bedarf, ehe ich ihn auf die Öffentlichkeit loslassen kann). Danke, meine Musen.
Trotz aller Schwierigkeiten bin ich guter Dinge, denn wenigstens bringe ich die Disziplin auf, mich jeden Vormittag an den Computer zu setzen und zu schreiben, selbst wenn ich in einer Sitzung nur einen Satz zustande bringe. Ich bin sehr zufrieden mit mir!
Dienstag, 12. Juni 2012
Durchbruch
Es scheint, als ob ich endlich den Knoten durchschlagen habe, oder besser: in mühseliger Handarbeit aufgeknüppert. Ich weiss jetzt, wie mein schwieriges erstes Kapitel aussehen soll, und schon nimmt es Form an. Aber ich merke auch, dass ich lange nicht geschrieben habe.Meine Gedanken und Ideen bewegen sich durch mein Gehirn wie durch Sirup. Für jeden Satz brauche ich eine Ewigkeit, das Formulieren ist mühsam. Manchmal glaube ich, dass ich meine Fähigkeit zu schreiben verloren habe... nein, das wäre übertrieben, aber sie ist definitiv eingerostet, und das einzige Mittel, sie wieder in Gang zu bringen, ist das Schreiben, Schreiben, Schreiben.
Trotz aller Startschwierigkeiten bin ich zuversichtlich. Denn immerhin habe ich jetzt einen Einstieg in meinen Roman, der meinen Helden vorstellt, seinen Charakter zeigt und dazu noch spannend ist (hoffentlich).
Trotz aller Startschwierigkeiten bin ich zuversichtlich. Denn immerhin habe ich jetzt einen Einstieg in meinen Roman, der meinen Helden vorstellt, seinen Charakter zeigt und dazu noch spannend ist (hoffentlich).
Samstag, 9. Juni 2012
Schreiben, Schreiben...
Noch immer regnet und stürmt es, was für ein Wetter im Juni! Aber es hat auch sein Gutes. So kann ich ohne schlechtes Gewissen am Computer sitzen und tun, was ich am liebsten tue: schreiben.
Ich habe erst kürzlich wieder angefangen damit.In den letzten anderthalb Jahren bin ich einfach nicht dazu gekommen. Ich hatte ständig etwas anderes, wichtigeres zu tun, ich hatte emotionale Tiefs und manchmal nicht die innere Ruhe oder die richtige Motivation für kreative Prozesse. Aber vielleicht habe ich auch nur Ausreden gesucht, um nicht schreiben zu müssen, weil ich mit meinem Roman nicht weiterkomme. Das verflixte erste Kapitel will mir einfach nicht gelingen. Und meine Schreibfreundin, die mir sonst immer auf die Sprünge geholfen hat, ist im Moment zu beschäftigt.
Die gute Nachricht ist: seit kurzem sitze ich wie früher regelmäßig vormittags am Computer, nachdem meine liebe Schwester mir einen mentalen Fußtritt dahin verpaßt hat. Langsam kommt der kreative Prozess wieder in Gang. Es ist wie mit einem Motor: er muß sich erst warmlaufen, ehe er in Fahrt kommt. Meine kreativen Ganglien sind jedenfalls schon in der Vorbrennphase, und ich hoffe, dass bald ein explosiver Start und ein rasantes Rennen folgen werden.
Ich habe erst kürzlich wieder angefangen damit.In den letzten anderthalb Jahren bin ich einfach nicht dazu gekommen. Ich hatte ständig etwas anderes, wichtigeres zu tun, ich hatte emotionale Tiefs und manchmal nicht die innere Ruhe oder die richtige Motivation für kreative Prozesse. Aber vielleicht habe ich auch nur Ausreden gesucht, um nicht schreiben zu müssen, weil ich mit meinem Roman nicht weiterkomme. Das verflixte erste Kapitel will mir einfach nicht gelingen. Und meine Schreibfreundin, die mir sonst immer auf die Sprünge geholfen hat, ist im Moment zu beschäftigt.
Die gute Nachricht ist: seit kurzem sitze ich wie früher regelmäßig vormittags am Computer, nachdem meine liebe Schwester mir einen mentalen Fußtritt dahin verpaßt hat. Langsam kommt der kreative Prozess wieder in Gang. Es ist wie mit einem Motor: er muß sich erst warmlaufen, ehe er in Fahrt kommt. Meine kreativen Ganglien sind jedenfalls schon in der Vorbrennphase, und ich hoffe, dass bald ein explosiver Start und ein rasantes Rennen folgen werden.
Freitag, 8. Juni 2012
mein erster blogeintrag
Jetzt bin ich also endlich auch dabei, ich habe meinen eigenen Blog! Was ich damit anfangen kann, welche Möglichkeiten sich mir eröffnen, das kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen, aber ich lasse mich überraschen.
Es regnet und stürmt seit gestern ununterbrochen, Gartenarbeit unmöglich, also sitze ich behaglich am Computer und experimentiere mal ein bißchen. Habe mich gerade auf Stay Friends (auch eine Premiere für mich) angemeldet und schon eine erste Nachricht bekommen, was mich sehr gefreut hat. Ist schon komisch, nach über 40 Jahren von einer Schulfreundin zu hören!
Es regnet und stürmt seit gestern ununterbrochen, Gartenarbeit unmöglich, also sitze ich behaglich am Computer und experimentiere mal ein bißchen. Habe mich gerade auf Stay Friends (auch eine Premiere für mich) angemeldet und schon eine erste Nachricht bekommen, was mich sehr gefreut hat. Ist schon komisch, nach über 40 Jahren von einer Schulfreundin zu hören!
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