Noch immer regnet und stürmt es, was für ein Wetter im Juni! Aber es hat auch sein Gutes. So kann ich ohne schlechtes Gewissen am Computer sitzen und tun, was ich am liebsten tue: schreiben.
Ich habe erst kürzlich wieder angefangen damit.In den letzten anderthalb Jahren bin ich einfach nicht dazu gekommen. Ich hatte ständig etwas anderes, wichtigeres zu tun, ich hatte emotionale Tiefs und manchmal nicht die innere Ruhe oder die richtige Motivation für kreative Prozesse. Aber vielleicht habe ich auch nur Ausreden gesucht, um nicht schreiben zu müssen, weil ich mit meinem Roman nicht weiterkomme. Das verflixte erste Kapitel will mir einfach nicht gelingen. Und meine Schreibfreundin, die mir sonst immer auf die Sprünge geholfen hat, ist im Moment zu beschäftigt.
Die gute Nachricht ist: seit kurzem sitze ich wie früher regelmäßig vormittags am Computer, nachdem meine liebe Schwester mir einen mentalen Fußtritt dahin verpaßt hat. Langsam kommt der kreative Prozess wieder in Gang. Es ist wie mit einem Motor: er muß sich erst warmlaufen, ehe er in Fahrt kommt. Meine kreativen Ganglien sind jedenfalls schon in der Vorbrennphase, und ich hoffe, dass bald ein explosiver Start und ein rasantes Rennen folgen werden.
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