Donnerstag, 11. April 2013

Gute Freunde

Meine Schreibfreundin ist wieder für mich da. Sie musste eine Pause einlegen, weil sie längere Zeit Besuch hatte.Ich merke immer dann, wenn sie mal keine Zeit für mich hat, wie wichtig sie für mich ist und wie sehr ich ihrere Expertise vertraue, und ihrer Ehrlichkeit beim Kritisieren meiner Texte.
Jeder Schreiber sollte jemanden haben, dem er vertrauen kann. Ich brauche als Autorin die andere Sicht, die Sicht von außen auf mein Werk, ich brauche ehrliche Kritik und keinen Honig ums Maul, und ich brauche jemanden, der Ahnung hat vom Schreiben und vom Lesen. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass ich in meiner Schreibfreundin solch eine Person gefunden habe. Danke, A.
Aber auch meiner Schwester bin ich dankbar, denn sie ist ebenfalls eine kritische und erfahrene Leserin und gibt mir viele wertvolle Hinweise und Ideen. Vor allem ihr Sinn für schönen Stil und Stimmungen ist eine unschätzbare Hilfe für mich.
Wie viele Schriftsteller werde ich immer wieder von Zweifeln geplagt, ob das, was ich da fabriziere, gut ist, ob es sich lohnt, damit weiter zu machen, ob irgendjemand das lesen will, was ich schreibe. Und oft stecke ich so tief in meiner Geschichte, dass ich nicht mehr den notwendigen Abstand herstellen kann, um meine Geschichte unparteiisch oder objektiv beurteilen zu können. Ist das überhaupt möglich? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins: ich habe Glück, dass sich zwei gewiefte Leser meiner angenommen haben und meine Geschichte mit genügend Abstand unparteiisch und objektiv beurteilen, jeder auf seine individuelle Weise. Und im Bewusstsein dieser Sicherheit schreibe ich weiter und hoffe zuversichtlich, dass eines Tages die Mühen sich auszahlen wird und mein Roman auch andere Leser findet.

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