Endlich, nach unzähligen Versionen, Experimenten und Frustrationen, habe ich den richtigen Anfang meines Romans gefunden. Meine Schreibfreundin hat in ihrem letzten Kommentar den Beginn des vertrackten 1. Kapitels als Schlüsselszene bezeichnet, und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen (was für ein blödes Klischee, aber mir fällt grad im Überschwang der Gefühle -da, noch so eins! - kein besseres ein).
Recht hat sie. Es ist die Schlüsselszene zu dem Roman, es ist der Beginn der Geschichte, die ich erzählen will.
Kann sich irgendjemand meine Erleichterung vorstellen? Plötzlich war der Druck verschwunden, der wie eine Betonplatte auf meinem Brustkorb gelastet hat, und ich konnte wieder frei durchatmen. Ich fühle mich voller Energie und Freude und ja, ein bisschen wie stoned. Am liebsten möchte ich tanzen, springen, singen. Aber sowas tut ein Schriftsteller nicht. Er entlässt die neugewonnene Energie und die Freude in das Schreiben. Und genau das tue ich im Moment: ich schreibe, dass die Tasten rauchen. Denke, auch wenn ich nicht schreibe, pausenlos über den Fortgang der Geschichte, die Charaktere oder einzelne Worte nach.
Nichts ist schöner als schreiben.
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